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Jugendhilfe im Wald

Diakonie Hessen ermöglicht kostenfreie Teilnahme

Diakonie Hessen fördert Weiterbildung Erlebnispädagogik mit 45.000 Euro

Wie können Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe jungen Menschen Lernräume eröffnen, die über Gespräch und Beratung hinausgehen? Das Projekt „Jugendhilfe im Wald“ setzt auf handlungsorientiertes Lernen und qualifiziert Fachkräfte in Wildnis- und Erlebnispädagogik. In diesem Sommer fördert die Diakonie Hessen das Projekt „Jugendhilfe im Wald“ mit mehr als 45.000 Euro und ermöglicht damit Fachkräften die kostenfreie Teilnahme.

Handlungsorientiertes Lernen für die Kinder- und Jugendhilfe

Kassel, Sommer 2026. Erlebnispädagogik setzt dort an, wo Lernen durch eigenes Handeln und unmittelbare Erfahrung möglich wird. Junge Menschen können sich in ungewohnten Situationen erproben, Verantwortung übernehmen, gemeinsam Herausforderungen bewältigen und eigene Stärken entdecken. Für Fachkräfte stellt sich dabei die professionelle Frage, wie solche Erfahrungen gezielt initiiert, begleitet und reflektiert werden können.

Hier setzt die Weiterbildung „Wildnis- und Erlebnispädagogik in der Kinder- und Jugendhilfe“ an (www.jugendhilfe-im-wald.de). Über fünf Seminarblöcke erwerben die Teilnehmenden Grundlagen und Methoden für die Gestaltung handlungsorientierter Lernprozesse, unter anderem:

  • Wildnistechniken,
  • mobile Seilaufbauten und Baumklettern,
  • kooperative Abenteuer-Lernprojekte,
  • Orientierung mit Karte und Kompass,
  • Outdoor-Küche,
  • City Bound,
  • Kanu sowie
  • Kletter- und Sicherungstechniken

 

Ebenso wichtig sind Prozessbegleitung, Reflexionsmethoden sowie Fragen von Sicherheit und Risikoabwägung.

Dabei steht nicht das außergewöhnliche Outdoor-Erlebnis um seiner selbst willen im Mittelpunkt. Entscheidend ist der Transfer in die pädagogische Praxis: Wie lassen sich die Erfahrungen für Bildungs- und Entwicklungsprozesse nutzen? Und wie können erlebnispädagogische Ansätze in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit sowie in ambulanten und stationären Angeboten der Jugendhilfe eingesetzt werden?

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Diakonie Hessen ermöglicht kostenfreie Qualifizierung

Mit dem Projekt „Jugendhilfe im Wald“ investiert die Diakonie Hessen gezielt in die Qualifizierung von Fachkräften: Insgesamt stehen 45.000 Euro zur Verfügung, sodass Mitarbeitende der acht beteiligten Kooperationspartner kostenfrei an der mehrmonatigen Weiterbildung teilnehmen können. Das Interesse ist groß – die geförderten Plätze sind bereits vollständig vergeben. In diesem Sommer hat die Basisschulung begonnen.

Über mehrere Monate hinweg arbeiten die Teilnehmenden nicht nur an erlebnispädagogischen Methoden, sondern setzen sich kontinuierlich mit deren Anwendung in ihren jeweiligen beruflichen Handlungsfeldern auseinander. Ziel ist es, Fachkräfte dazu zu befähigen, erlebnispädagogische Programme eigenständig zu konzipieren, sicher durchzuführen und fachlich zu reflektieren. Natur und herausfordernde Situationen werden dabei zu Lernräumen, in denen körperliche, soziale und emotionale Erfahrungen miteinander verbunden werden.

„Wir freuen uns außerordentlich, dass die Diakonie Hessen durch ihre tatkräftige Unterstützung eine trägerübergreifende Kooperation von insgesamt acht diakonischen Partnern in ganz Hessen ermöglicht und damit auch den Start für die neue Weiterbildung erleichtert hat. Die erste Woche hat bereits wichtige Impulse für die Fachkräfte geliefert“, freut sich Carmen Schulz, Geschäftsführerin der Campus 3L gGmbH.

„Wir freuen uns außerordentlich, dass die Diakonie Hessen durch ihre tatkräftige Unterstützung eine trägerübergreifende Kooperation von insgesamt acht diakonischen Partnern in ganz Hessen ermöglicht und damit auch den Start für die neue Weiterbildung erleichtert hat. Die erste Woche hat bereits wichtige Impulse für die Fachkräfte geliefert“,

freut sich Carmen Schulz, Geschäftsführerin der Campus 3L gGmbH.

Theorie, Praxis und Reflexion verbinden

Das Projekt „Jugendhilfe im Wald“ wird durch das Institut für Erlebnispädagogik von Campus 3L in Kooperation mit erfahrenen Fachleuten aus Erlebnispädagogik, Sozialer Arbeit und Kinder- und Jugendhilfe gestaltet. Die Teilnehmenden werden über den gesamten Weiterbildungsverlauf begleitet und arbeiten in den einzelnen Seminarblöcken zusätzlich mit Fachexpertinnen und -experten für die jeweiligen fachlichen Schwerpunkte.

Derzeit wird die Weiterbildung durch ein Forschungsprojekt der Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) wissenschaftlich begleitet. Im Fokus der explorativen Begleitforschung steht die Kompetenzentwicklung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe im Projekt „Jugendhilfe im Wald“. Untersucht wird dabei, wie sich Selbstwirksamkeit, Handlungssicherheit und reflexive Kompetenz der beteiligten Fachkräfte im Verlauf der mehrmonatigen Weiterbildung entwickeln – mit einem sogenannten Mixed-Methods-Design, das quantitative und qualitative Methoden kombiniert. Gefördert wird das Forschungsprojekt durch das Service-Center Forschung der EHH.

So verbindet „Jugendhilfe im Wald“ praktische Qualifizierung mit fachlicher Reflexion – mit einem gemeinsamen Ziel: Erlebnispädagogik als professionellen, handlungsorientierten Ansatz für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nutzbar zu machen.

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